31st March 2016

Hualien - Spielplätze mit WiFi und der sauberste Nachtmarkt überhaupt 

Egal ob auf Tripadvisor oder im Reiseführer - die Antwort auf die Frage “Was kann man in Hualien unternehmen” lautet grundsätzlich: Die Stadt eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Ausflüge nach Taroko,  das Ami Cultural Village oder die Cingshuei Klippen, aber sonst gibt es hier nicht viel zu sehen…. Ganz so schlimm fanden wir es nun nicht, aber gerade im Vergleich zu Taipei wirkt Hualien eher wie ein verschlafenes aber liebevoll gepflegtes Dorf. Bei der Ankunft am Hauptbahnhof wird man im Tunnel zwischen den Gleisen mit Bildern und Informationen zu der Provinz Hualien begrüßt. Die Infotafeln tauchen die gesamte Unterführung in ein blaues Licht, der Zwerg war total begeistert.

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Deutlich trostloser wirkt die Stadt dann beim Ausblick auf den hinteren Vorplatz des Bahnhofes.

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Unser Lichtblick an dieser Stelle - wir wurden von Steven, dem besten Gastgeber den ich je erlebt habe, abgeholt. Mit einem freundlichem Lächeln packte er unser Gepäck in seinen Van und brachte uns zu seinem Shuiyue Guesthouse. Dieses liegt fußläufig in etwa 5 Minuten Entfernung vom rückseitigem Hauptbahnhof. Da man für das Durchqueren eine Bahnsteigkarte kaufen muss, hat man die Wahl zwischen 36 TWD zahlen oder außen rum laufen, was dann 10 Minuten länger dauert. Alles aber kein Problem, da uns Steven sowieso überall hin fuhr - egal ob morgens zum (Bus)Bahnhof oder abends zum Nachtmarkt. So viel Freundlichkeit habe ich wirklich selten erlebt. Dazu war das Gästehaus mit unglaublich viel Liebe zum Detail eingerichtet, penibel sauber und wir hatten sogar eine kleine Terrasse.

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Das Frühstück war ebenfalls hervorragend und Steven machte uns sogar kleine Lunchboxen für die Fahrt fertig. Alles in allem eine glatte 10 Punkte Bewertung und dicke Empfehlung für dieses Hotel.

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Was wir nun in Hualien gemacht haben? Judy von round Taiwan round hat uns am ersten Abend ein wenig die Stadt gezeigt und uns ein wunderbares HotPot Restaurant gezeigt. Die Küche nutzt ausschließlich Bio Zutaten aus der Region und für 300 TWD bekam man seinen persönlichen Suppentopf mit Gemüse, Meeresfrüchten, auf Wunsch Fleisch und einen selbstgemachten Eistee. Dazu so viel mit Pfirsichen aromatisiertes Wasser, wie man möchte. Ich habe mich für den Milch Hot Pot entschieden, eine Variante die ich aus China nicht kannte. Eine Besonderheit am Taiwanesischen Hotpot ist, dass man die Suppe auch wirklich essen kann. Ich war mehr als zufrieden. Einen ausführlichen Bericht über das Restaurant findet Ihr hier

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Nach diesem Start in den Abend spazierten wir zu dem saubersten und aufgeräumtesten Nachtmarkt, den ich je gesehen habe.

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Der DongDaMen Nachtmarkt wurde erst im letzten Quartal 2015 eröffnet, oder besser gesagt von dem alten Stadtort umgesiedelt. Judy erzählte uns, dass eines der Stadtoberhäupter mehrere Immobilen in der Gegend besaß und die Umsiedlung veranlasst hat um den Standort attraktiver zu machen. Auf dem Markt gibt es primär Essen, Spiele für Kinder und einige wenige Stände mit Kleidung und Accessoires. Es war schwer den Zwerg von den vielen Spielbuden wegzulotsen aber dafür gab es einmal über die Straße ein ganz besonderes Highlight für sie - ein Platz voller Kinderkarussells.

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Noch mehr Leben bekommt der Nachtmarkt durch unterschiedliche Straßenkünstler und kleine Shows von jungen Gesangstalenten. Ein schöner Ort um einen Abend zu verbringen, was wir am zweiten Abend ebenfalls taten.

Und sonst noch? Die Haupteinkaufsstraße ist direkt um die Ecke des Nachtmarktes, ebenso das Kulturzentrum, wo wir an diesem Abend ebenfalls mehrere Künstler auf der Bühne sahen. Den zweiten Abend waren wir ebenfalls auf dem DongDaMen Markt essen, es gibt hier einfach zu viele Leckereien für einen Abend und das obwohl es einer der kleineren Nachtmärkte auf unsere Reise werden sollte.

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31st March 2016

Ein Nachmittag in Danshui / Tamsui

Mit der roten METRO Linie kann man direkt nach Tamsui fahren, ein kleiner Küstenort, der auch das Zuhause der Tamkang Universität ist und deswegen recht viel internationales Publikum hat.

Direkt an Ausgang der Metro Station erwartet einen dieser Ausblick.    

    Überall an der Promenade kann man frische Meeresfrüchte essen, wir haben uns für einen kleinen Becher Tintenfisch entschieden, der wirklich hervorragend war. Kostenpunkt 100 TWD.    

    
Nach einem kleinen Spaziergang an der Promenade entlang, gingen wir hoch über die Tamsui Old Street zu der Tamkang Universität.    

Dort gibt es einen wunderschönen chinesischen Garten mit Blick über die Stadt und die Küste. Ideal für eine Pause, bevor es wieder bergab und zurück zur Metro ging.  

  

(Bilder folgen)

Fazit - Tamsui ist definitiv einen Ausflug wert und mit der Metro für insgesamt 100 TWD (~2,60€) problemlos zu erreichen. 

 

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29th March 2016

Auf geht’s nach Taiwan - unser Reiseplan

Wir hatten bereits seit Jahren vor Taiwan zu besuchen und als wir an Weihnachten die Direktflüge zwischen FRA und TPE entdeckten, fiel die Entscheidung relativ schnell. Am 30.12.2015 buchten wir für uns 3 - mich, Oliver und unsere kleine Tochter. Bezahlt haben wir um die 700€ in der Economy Class, die wie sich rausstellen sollte extrem gut für eben diese Buchungsklasse ist. Vorfreude und doch ein bisschen Unsicherheit begleitete mich die nächsten Wochen, denn es war die erste Asien-Reise mit Zwerg, mein chinesisch war über die Jahre ein wenig eingerostet und ich kenne mich in Taiwan nicht so gut aus wie in Shanghai. Was macht Frau wenn sie unsicher ist? Recherchieren! Schon das beruhigte mich ungemein. Taiwanesen gelten als die höfliche Variante der Chinesen, mit einem sehr großen Herz für Kinder und einer tief verwurzelten Hilfsbereitschaft und Höflichkeit. Das öffentliche Verkehrsnetz in ganz Taiwan ist sehr gut ausgebaut. In allen großen Städten gibt es Ubahn Systeme, zwischen den Städten fahren Bahnen und Busse und Taxis bekommt man natürlich auch überall. Letztere sind dabei stark reguliert, so dass im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern deutlich weniger schwarze Schaafe unterwegs sind. Das medizinische System ist auf westlichem Niveau. Spezielle Impfungen benötigt man nicht. Aufpassen sollte man lediglich auf die Moskitos, die hier neben juckenden Stellen auch Dengue Fieber und Zika übertragen können. Wir haben uns dagegen mit Deet in doppelter Ausführung (für Kleidung und Körper) bewaffnet. 

Zu guter letzt wäre da die Sache mit den Erdbeben, denn Taiwan liegt in einer sehr aktiven Erdbeben Zone. Da es dieses Jahr im Februar bereits ein größeres Erdbeben gab, ist die Gefahr jedoch statistisch gesehen für die nächsten Monate eher gering. 

Aktuelle Informationen gibt es beim Auswärtigem Amt

Wir haben 17 Tage für unsere Reise geplant, davon jeweils einen Tag für an und Abreise. Neben einem guten Teil in Taipei, von wo aus wie u.a. an die Küste nach Danshui (Tamsui) fahren und Glamour Fotos machen lassen wollen, geht es auf Rundreise um das Land. 

  • Hualien
  • Toroko Schlucht
  • Kaohsiung  
  • Tainan
  • Taichung 
  • Sun Moon Lake

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12th October 2012

Basilikum Martini und der kleinste Fahrstuhl in Shanghai

Für den Auftakt des Samstag-Abends ging es in das Citizen Cafe für die besten Martinis in der Stadt. Im Bild zu sehen sind - Ingwer, Pfefferminz, Basilikum und Limone

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Persönlich fand ich Ingwer am besten aber auch Basilikum und Pfefferminz lagen sehr weit vorne.

Da wir einen China Neuling dabei hatten war ein chinesischer Club Pflicht, also drehten wir eine Runde durch das No 88 und es war wie immer der komplette Wahnsinn, unglaublich laut, bunt und verrückt ;)
Eine Runde reichte uns dann aber auch aus und wir gingen um die Ecke ins Lune, zu dem man mit dem kleinsten Fahrstuhl in Shanghai gelangt. Die Bar an sich gefiel mir ganz gut - gemütliche Sofas, ein Kicker Tisch und eine kleine Tanzfläche - man merkt, dass das Lune von dem gleichen Betreiber ist wie das Logo (leider nicht mehr da). Die Preise wurden allerdings an die Umgebung angepasst (5€ für einen Gin Tonic) und da die Musik zu laut zum unterhalten und nicht unbedingt unsere war, entschlossen wir uns weiter ins B&C2 zu fahren.

Hier konnte man den Abend gemütlich ausklingen lassen. Das Personal ist mega freundlich und aufmerksam - man wird nach seinem Namen gefragt und die Mädels merken sich jeden einzelnen Gast. Definitiv eine Empfehlung für einen gemütlichen Abend.

 

 

 

 

 

 

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12th October 2012

Bunt, Bling Bling und niedlich

Eines und oder mehrere dieser Attribute beschreiben hier viele der Dinge die man hier so kaufen kann - von Glitzer Makeup zu Spottpreisen (0,25€ der Lidschatten Topf bis zu 1,6€ für Feder Wimpern) über Zigaretten mit Herz Filter (ja, man kann sich auch mit niedlichen Dingen umbringen…) bis hin zu knallbunten Oreo Keksen gibt es alles was das Kitsch Herz begehrt ;)

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(mehr Bilder folgen, die Internet Leitung bockt mal wieder…)

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10th October 2012

Von Shanghaier ATMs die Karten fressen und brennender Hunan K??che

Der Samstag began mit dem Verschlafen des geplanten Brunches im Cottons und einer alternativen Wanderung durch die (ehemalige) French Concession. 

Ohne großartiges Ziel liefen wir hier durch die Gassen und genossen den Kontrast der flachen Gebäude hier zu den sonstigen Hochhaus-geprägten Strassen. Was auffällt - viele Strassen haben einen Schwerpunkt, in der einen Strasse werden Musikinstumente jeglicher Art verkauft, auf der nächsten alles rum um Babies & Co. 

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Als kleinen Snack zwischendurch gönnten wir uns Mantous - kleine gefüllte Teigtaschen, die in einer Mini-Plastiktüte verpackt werden. Gefüllt mit allem von Gemüse bis hin zu Hackfleisch und etwa 25 bis 50 cent das Stück - sehr zu empfehlen.

So gar nicht zu empfehlen ist dagegen der Geldautomat in dieser Bank,  an der Fengyan Lu, Ecke Huahai Lu

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Weil man einfach nicht mit so etwa rechnet hat Oli das kleine Schild, dass den Hinweis darauf gibt keine “Alien Cards” in den Automaten zu stecken übersehen und prompt war die Karte weg. Seine lautstarken Warnungsschreie hielten und in letzter Sekunde davon ab den gleichen Fehler zu machen. 

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Alles bitten und betteln bei dem anwesendem Bankangestellten half nichts - die Karte konnte frühestens am Montag um 9:00 abgeholt werden, da die Karten direkt in den Safe verfrachtet werden. ( Die Rückgabe am Montag lief übrigens relativ problemlos - Ausweis zeigen, Unterschreiben und fertig). Der Grund für das einziehen der Karten sei übrigens eine “andere” Codierung der ausländischen Karten. Da der Automat hier nicht unterscheiden kann ob es sich um einen Manipulationsversuch oder um eine Karte aus dem Ausland handelt wird diese halt kommentarlos eingezogen.

Nach diesem Schock brauchten wir erst einmal einen Kaffee und machten uns auf die Suche nach dem Cafe del Volcan. Dabei stellten wir fest, dass man sich hier in Shanghai auf keinen Fall auf die Pins in foursquare verlassen darf (dieser war etwa 1km weit weg von der richtigen Position in einem Hinterhof, während das Cafe auf einer Gastro Strasse, der Yongkang Lu, liegt). Hier soll es den besten Cappuchino in ganz Shanghai geben, was definitiv noch getestet werden muss.
Da unser Bekannter gerade nicht da war und uns der Sinn dann doch eher nach Bier & Wein stand zogen wir weiter ins Sliders. Sliders sind kleine Mini Burger, die an dieser Stelle als perfekte Kuchen Alternative einsprangen…..

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….zumindest für die schon Hungrigen unter uns, ich persönlich sparte mir den Hunger für das Di Shui Dong auf, auf das ich mich schon seit der Flugbuchung freute

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Hier kann man sämtliche Schärfegrade haben von - es prickelt ein wenig auf der Zunge über joah, so ein bisschen warm wird mir ja schon bis hin zu - ich fühle meine Lippen nicht mehr. Dabei schmeckt (fast) alles einfach lecker, dieses Restaurant ist und bleibt mein Favorit hier!

Danach ging es dann zu dem Nachtleben über, da wir - wie hier üblich - ein paar mehr Locations besuchten kommt dazu noch ein seperater Eintrag ;) 

 

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5th October 2012

Feels like coming home

Einen Tag wieder zurück und irgendwie fühlt es sich ein wenig an wie nach Hause kommen. Die Strassen um die Wohnung in der ich wohne haben sich total verändert, überall neue Hochhäuser und modernisierte Aussenfassaden. Aber irgendwie fühlt es sich trotzdem so an als ob ich nach hause kommen würde…

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Der Flug zwischen Frankfurt und Shanghai war der angenehmste Langstreckenflug den ich bisher erlebt habe. Nach Air China und Thai Airways haben wir diesmal Lufthansa genommen und mit Plätzen vor der Boardküche und einem freundlichen Mit-Sitzer wirklich Glück gehabt. Unser Sitznachbar schien Profi zu sein, denn er hatte eine sehr eigene Art ungestört zu schlafen.

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Das Essen war ok (Flugzeugessen halt) und das Entertainment Programm ausreichend. Schlafen konnte ich mal wieder nicht und entsprechend müde war ich dann an meinem ersten Tag vor Ort.

Nachdem wir unsere Koffer in “meiner” alten Wohnung abgestellt haben gab es ein Langnasen-freundliches Mittag im Wagas und Abends dann einen Abstecher in die Shanghai Brewery. 

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Dort gab es selbst gebrautes Peach-Weizen und einen Blow Job und danach haben wir uns noch in einem Keller Restaurant nach Bildern Essen zum mitnehmen bestellt. War ein wenig enttäuschend aber nicht schlecht (Bilder von Oliver)

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Anschliessend wollte ich nur noch eines - duschen und schlafen und genau das haben wir dann auch  getan. 
Wo ich gerade hier sitze und tippe fällt mir auch wieder das Macbook-China Phänomen ein - das leichte Kribbeln an den Händen, ausgelöst durch den Strom der durch die Metalloberfläche fliesst. 

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7th June 2012

I’ll be back :)

Der Flug ist gebucht und die Vorfreude riesig!
Anfang Oktober werde ich wieder in Shanghai sein, diesmal leider nur fuer zwei Wochen aber daf??r schon mit einer langen Liste an Pl??nen im Kopf.
Einer davon ist der Besuch von Hangzhou oder Suzhou, in Vorbereitung darauf wird hier also auch was kommen.
Hach, ich freu mich drauf!

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25th February 2011

Das Leben als Infografik

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Auf Íonz kann man sich mit ein paar  Klicks eine Infografik über das eigene Leben basteln. Die eigenen Antworten werden dabei im Vergleich zu der Gesamtheit dargstellt und ich als Infografik-Fan gebe diesen Tipp, den ich bei Dirk gefunden habe, gerne weiter. Viel Spaß :)

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5th February 2011

“Online Identität” oder kann man professionell und privat noch trennen?

Ich hatte auf diesem blog seit über einem Jahr nichts mehr veröffentlicht, der Bericht über die Organisation des barcamps in Shanghai lag gut 5 Monate fast fertig im backend rum aber die ganze Zeit hat mich die Frage beschäftigt ob und wie ich diesen blog überhaupt noch weiterführen will - und ich habe noch immer keine Antwort.

von elycefeliz

by elycefeliz

Was einmal als Pseudonymblog begann ist heute untrennbar mit meinem Namen verbunden, hier gibt es keinen klaren Fokus sondern alles von Reiseberichten über Social Media Themen bis hin zu den unterschiedlichen Events, die ich so organisiere - kurzum der kleinste gemeinsame Nenner bin ich und mein Leben.

Menschen ändern sich - dieser blog ist fast 4 Jahre alt und ich bin - auch wenn das komisch klingt - erwachsener geworden und es gibt Dinge die ich heute so nicht mehr veröffentlichen würde.  Trotzdem - mit diesem blog und eben allen seinen Beiträgen fing damals meine Leidenschaft für Social Media, bzw. damals ja noch web 2.0, an und ich glaube ohne diesen Schritt wäre ich heute nicht da wo ich bin. Einfach löschen ist damit auch keine Option. Ok, dachte ich mir, dann lass ich diesen blog einfach für Reiseberichte und privatere Dinge stehen und starte ein neues für die “professionellen” Dinge….

Genau da lag das Problem, denn da wäre der Umstand, dass ich mittlerweile mein Hobby zum Beruf gemacht habe und die Grenzen zwischen privat und beruflich fast vollständig verschwommen sind.

Sind barcamps dann privat oder gehört das irgendwie zu meiner Arbeit, was ist mit Videointerviews, dem twestival oder Social Media Themen generell?  Müsste ich dann meine Session über Social Networks in China auf dem einen und meine Session über das Leben in Shanghai in dem anderen blog veröffentlichen?

Bis heute habe ich hier keine richtige Antwort gefunden und so kam es erstmal, dass ich neben einer “offiziellen Seite” erstmal eine Art visuelle Gedanken-Sammlung aus Infografiken, Statistiken, Präsenationen und Videos aufgebaut habe. Dazu kam dann noch der Reiseblog über Shanghai, den ich Familie und Freunden gegeben habe, damit die meine Abenteuer in der grossen weiten Welt auch mitverfolgen können und noch ein drittes in dem ich schöne Bilder festhalte…

Was mir aber nach wie vor fehlt ist das Schreiben, wieder einen richtigen Ort zu haben an dem ich mich mit Themen, die mich beschäftigen auseinander setzen kann. Ich hoffe das ich hier bald auf eine Lösung komme - was meint Ihr denn dazu?

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4th February 2011

barcamp Shanghai oder deutsche Ordnung trifft auf Chaos ;)

Eigentlich war es nur ein kleiner Traum während meines 3monatigen Aufenthaltes in Shanghai ein barcamp zu organisieren aber nach wenigen Gesprächen über das Thema packte mich der Ehrgeiz und ich habe es einfach getan.

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Erstaunlich war - soo groß war der Unterschied zwischen der Organisation in Deutschland und Shanghai gar nicht. Um genau zu sein habe ich nicht einmal was von dem “chinesischen Chaos” gemerkt, vor dem man mich gewarnt hatte - im Gegenteil. Der einzige Stolperstein in der gesamten Organisation was rein kommunikativer Natur und ohne jegliche chinesiche Beteiligung.
Was ich an Hilfsbereitschaft von chinesischer Seite gesehen habe war beeindruckend - ob nun die HR Assistentin, die mir jederzeit beim Übersetzen von englischen Texten ins chinesische geholfen hat, eine Bekannte, die die komplette Organisation rund um die TShirts übernommen hat oder eben David, der spontan als Übersetzer für die Eröffnungssession eingesprungen ist - es war einfach klasse.

Doch fangen wir einfach mal von vorne an.

Der erste Schritt - Kontakaufnahme mit früheren Organisatoren

Ich habe ein wenig rumgefragt wer von den vorherigen Organisatoren am relevantesten sein könnte, wenn ich bei der Organisation eines barcamps mithelfen wollen würde. Relativ schnell kam ich so auf Mark, den ich dann einfach über twitter kontaktiert habe.
Wenige Tage später trafen wir uns dann an einem Sonntag Mittag in der boxing cat brewery in der french concession. Nach nur kurzer Zeit kam auch Scott dazu, sowie 2 weitere Bekannte von Mark, die aber nichts weiter mit dem barcamp zu tun hatten.

Gut 3 Stunden lang haben wir uns also über barcamps und ähnliche social media events unterhalten. Das Problem das dabei immer wieder zur Sprache kam war, dass es in Shanghai keine zentrale Plattform gibt über die solche Events organisiert werden können. Sowohl facebook als auch barcamp.org sind gesprerrt, eine selbst gebastelte Mailingliste war auch nicht ideal und so stand relativ schnell die Frage “Wie macht ihr das denn in Deutschland?” im Raum.

Ok, die nächste halbe Stunde verbrachte ich also damit auf dem Mini-Display meines HTC Tattoo unterschiedliche barcamp Netzwerke zu zeigen und relativ schnell wurde klar, das wir den “german way” einmal versuchen wollten. [Ich freue mich übrigens sehr darüber, das die barcamp Community auch heute noch eingesetzt wird - german Ordnung funktioniert ;) ]

Bevor wir den Abend mit einem gemeinsamen Abendessen aufklingen liessen einigten wir uns noch auf den 12.Juni als Datum und die grundlegenden Aufgaben wurden verteilt.

Das Kernteam der Organisation sah damit so aus  (wir konnten Mark leider nicht mehr zu roten Haaren überreden - Team Redhead hätte sich dabei so viel besser angehört als barcamp Shanghai Orga Team…)

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Sponsorensuche

Eigentlich hatte ich das Thema für mich schnell zu den Akten gelegt, da Sponsorensuche in Shanghai eine Frage der Kontakte ist und ich dachte, dass ich mit 1,5 Monaten Aufenthalt hier keine Chance habe. Doch es sollte ganz anders kommen. Durch besagtes Kommunikationsproblem stand das barcamp nämlich 4 Wochen vorher auf der Kippe und hätte ich nicht über die Verkettung glücklicher Zufälle innerhalb kürzester Zeit 2 Sponsoren gefunden, die mehr als 50% der benötigten Summe gezahlt haben wäre mein Traum ins Wasser gefallen.

Die Kette der Zufälle sah so aus - ich war an einem Samstag Abend auf einer Rollschuh-Revival-Party, suchte am Sonntag aus langeweile in der twitter Suche nach Shanghai und stiess dabei auf einen tweet von Greg, der an dem Vorabend Bilder gemacht hatte. Darüber kamen wir ins Gespräch, stellten fest das wir beide interessiert die “startup Welt” da draussen beobachten und mit meiner Euphorie für die barcamp Idee hatte ich ihn schnell angesteckt. Er erklärte sich sofort bereit beim barcamp mitzuhelfen und als ich ihn fragte ob er vielleicht jemanden wüsste der sponsoren könnte meinte er kurzerhand - klar, ich. Dazu muss man sagen, die Kosten für ein barcamp in Shanghai sind mit denen in Deutschland nicht zu vergleichen. Mit etwa 550€ kann man um die 100 Personen einen ganzen Tag mit Essen und Getränken versorgen und für 250€ bekamen wir auch TShirts für alle.

Nach diesem ersten Glückstreffer folgte schnell weitere,  Greg brachte noch eine befreundete Agentur dazu ebenfalls als Sponsor aufzutreten und zwei Arbeitskollegen von mir gaben ebenfalls was dazu, für die restliche Summe sorgten tweets und einer der anderen Organisatoren.

Fazit - Kontakte sind wichtig, aber das kleine Quenchen Glück hat in diesem Fall sehr viel geholfen.

Location

Ich hatte grosses Glück, das mein Arbeitgeber the Netcircle sich sofort bereit erklärte das barcamp in den eingenen Räumen unterzubringen und uns auch vor Ort tatkräftig bei allem unterstützte. Während der Organisation bekamen wir dann sogar noch zwei weitere Angebote, die man für die nächsten barcamps im Hinterkopf behalten kann. In Deutschland fallen mir hier spontan Cimdata, QVC und Otto ein, die genauso unkompliziert mit dem Thema umgehen und den Vorteil für die Mitarbeiter und auch das Image erkannt haben.

Von TShirts bis zur Übersetzung

Regelrecht überwältigt war ich von der Hilfsbereitschaft von Menschen, die mit der Orga direkt eigentlich gar nichts zu tun hatten. Erika beispielsweise hat komplett zwischen mir und dem TShirt Hersteller vermittelt (ich erklärte ihr alles auf englisch, sie sprach mit ihm alles auf chinesisch ab) und diesen sogar an einen zweiten Druck geschickt, weil ein Buchstabe auf dem Shirt weiß statt gelb war. So saß das Ergebnis übrigens aus


David übersetzte im Vorfeld die Newsletter für uns und auf dem Camp selbst fungierte er als Dolmetscher für alles was wir so verkündeten und Grace hat mir komplett beim Übersetzen und richtig platzieren der Texte auf der Community geholfen. Alles ohne das man das Gefühl hatte das eine Gegenleistung oder Lob erwartet wird, was natürlich nicht heisst das es das nicht ausreichend gegeben hat ;)

Der grosse Tag - barcamp Shanghai 2010/I

Als es dann endlich soweit war - am morgen direkt nach dem ersten WM Spiel, war ich doch sehr erstaunt wie pünktlich viele der Besucher morgens auf der Matte standen und sofort mit anpackten, da wir noch in den Vorbereitungen steckten. Den ganzen Tag spürte man wieder diese unglaubliche Hilfbereitschaft. Interessant fand ich auch wie gut die Sessions die gehalten wurden vorbereitet waren. Nur eines scheint überall gleich zu sein - seinen Müll in die Mülleimer zu tun scheint eine Kunst für sich - aber auch hier gab es wieder fleissig Helferlein die beim aufräumen geholfen haben.

Das Camp selbst war aus meiner Sicht sehr erfolgreich - über 80 Teilnehmer und durchgehend volle Sessionräume, super Stimmung und hervorragendes Essen. Für mich war einer der schönsten Momente als Mark am Schluss sagte, das dies mein barcamp gewesen sei :-). Einen Bericht, den ich direkt während des barcamps geschrieben habe findet Ihr hier

Fazit

Kurz und schmerzlos - ich würde es jederzeit wieder tun! Danke an alle, die mitgeholfen haben!!!!

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9th August 2010

Du merkst Du warst l??nger in Shanghai wenn….

Hach ja wie habe ich mich über diese ominösen Listen amüsiert “Du warst zu lange in China wenn…” - wohlbemerkt bevor ich nach Shanghai gefahren bin.
Nun, nach knapp einem Monat zurück in Deutschland kann ich nur sagen - verdammt es stimmt und 3 Monate können durchaus zu lang sein, denn es gibt eine ganze Reihe von Dingen an die man sich so schnell gewöhnt, dass man hier erstmal wieder umdenken muss.

Fangen wir einfach mal an - Du bist zu lang in Shanghai gewesen wenn

  • Du morgens bei Regen aus dem Fenster schaust und in Gedanken schon mit wildfremden Menschen um ein Taxi kämpfst
  • Du Dich dann beim rausgehen fragst worum um diese Zeit verdammt nochmal kein Taxi vor Deiner Haustür lauert bis…
  • Dir eine Minute später der Fehler in dem Taxi Plan aufgeht und Du anfängst über die unverschämten Taxi-Preise hier zu fluchen.

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  • Du Dich festem Stand genau vor der Tür der Sbahn lauerst um ja noch mit reinzukommen
  • Du statt eines vollen Kühlschranks jetzt eine Schublade voll mit Nudelsuppen hast
  • Du plötzlich Karaoke total toll findest und zum üben chinesische Lieder mit pinyin Untertitel auf youtube raussuchst
  • Du versuchst mit den Verkäufern im Asia-Laden chinesisch zu sprechen um festzustellen das es sich um Thais handelt
  • Du Dich wunderst ob die armen Hunde hier ganz ohne Kleidung nicht frieren

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  • Du mit Deiner neuen Definition von scharf Deine Freunde zum schwitzen bringst
  • Du die süße Mayo auf dem Obstsalat vermisst und die Tomaten in der Obstabteilung suchst

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  • Du durch die ganz Stadt fährst um einen Pearl Milk Tea zu bekommen und aus Verzweiflung versuchst selbst Boba zu kochen

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  • Du ganz entzückt bist über die vielen zuckerfreien Getränke aber
  • Du schmerzlich Milchtee im Regal vermisst
  • Du eigentlich fast alles mit Stäbchen isst
  • Du Plastikflaschen neben dem Mülleimer abstellst damit die Ayi sie mitnehmen kann
  • Du Dich dabei erwischt wie Du Müll aus dem Fenster der Wohnung/des Autos schmeisst
  • Du vergisst das man andere ausreden lassen sollte bevor man anfängt zu sprechen
  • Du eine Runde in der Bar schmeisst um dann festzustellen das Du danach pleite bist

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  • Du beim über die Strassse gehen bei grün die Autofahrer mit bösem Blick fixierst damit sie ja stehenbleiben
  • Du Dich wunderst warum so wenig gehupt wird
  • Du die Schanze plötzlich himmlisch ruhig findest
  • Du nicht einschlafen kannst weil kein Streifen vom Neonlich vor Deinem Fenster über die Decke wandert

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  • Du es nicht als Provokation verstehst wenn Dir jemand vor die Füße spuckt
  • Du am Sonntag Mittag im Halbschlaf versuchst die Nummer vom Mc Donalds Lieferservice anzurufen

 

Du ständig diesen einen Gedanken hast - ich will wieder zurück

     

     

     

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    26th July 2010

    Teppanyaki in Shanghai

    Definiert ist Teppanyaki bei Wikipedia so

    Teppanyaki (jap. ????????????) sind Gerichte der japanischen K??che, die auf einer Stahlplatte (?????? teppan) direkt bei Tisch zubereitet werden.

    In meinen 3 Shanghai Monaten hatten wir aber lediglich einmal das Vergn??gen einen Koch zu haben, der das Essen direkt vor unseren Augen zubereitet hat. Teppanyaki scheint in Shanghai eher mit Restaurants die “all you can eat and drink” anbieten assoziert zu sein. So tragisch ist das aber auch nicht, denn eines haben beide Konzepte gemeinsam - gutes japanisches Essen soviel man m??chte zu einem absolut bezahlbaren Preis.

    Eine der gr??sseren Ketten in Shanghai ist Tairyo, hier bekommt man f??r 150kuai das komplette Programm, mit Gl??ck auch mit dem besagtem Koch am Tisch.

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    Mein Lieblings-Teppanyaki war allerdings ein kleines Restaurant an der Ecke Julu Lu und Maoming Lu. Wenn man nicht wei?? das es da ist l??uft man einfach vorbei - hinter einer kleinen Schiebet??r verstecken sich aber zwei ebenso kleine Etagen. Eine sch??ne Auswahl und deutlich freundlichere Kellnerinnen machen die Enge aber doppelt wett. Allerdings kann ich von einer Sache abraten - dem Obstsalat, das bedeutet n??mlich hier Birnen, Melone und Apfel an Gurke und Tomate gekr??nt von s????er Mayonaise..

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    16th July 2010

    Di Shui Dong - mein Lieblings Hunan-Restaurant

    Die chinesische?? Hunan-K??che ist genau so wie ich es mag - abwechslungsreich und scharf. Das Di Shui Dong wurde so relativ schnell zu einem meiner absoluten Lieblingsrestaurants in Shanghai. Auch wenn das Personal so gut wie kein english spricht kommt man hier als laowei prima klar - die Kombination aus englischer Karte mit Bildern, Zeichensprache und sehr feundlichen und bem??hten Kellenerinnen funktioniert.

    Wenn man hier bestellt passiert es nicht selten, dass man einen Teller voller Chilli-Schoten bekommt zwischen denen sich irgendwo kleine Fisch- oder Fleischst??cke verstecken und mit Chili-??l wird auch nirgendwo gespart.

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    Hier bekommt man auch hautnah zu sp??ren, dass es ein Vorurteil ist, das Chinesen immer Reis essen, das stimmt so n??mlich nicht. Es wird sogar als so ungew??hnlich empfunden, dass man noch Reis zum Essen dazu bestellt, dass die Kellnerinnen den Reis entweder am Ende bringen oder sogar vergessen. Das Innere des Restaurants ist eher schlicht und rustikal und zum Gl??ck gibt es eine gute Klimaanlage und tolle frischgepresste S??fte. Bei all der Sch??rfe sollte man sich am besten gleich einen Pitcher von irgendwas mitbestellen - aber es ging noch sch??rfer - vom Happy Chilli berichte ich demn??chst ;)

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    15th July 2010

    Trompeten sind in Shanghai verboten

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    Ok, ok eigentlich bedeutet es “nicht hupen” aber nichtsdestotrotz hat es dieses Schild ganz nach oben auf meine Hitliste geschafft. Das aus gutem Grund, denn in Shanghai h??rt es sich die ganze Zeit so an als h??tte gerade eine WM Mannschaft gewonnen und die Fans w??rden fr??hlich hupend durch die Strassen fahren. Wer hupt hat Vorfahrt - egal was die Ampel sagt, achso und wer die lautere Hupe hat hat Recht. Ein System das zufunktionieren scheint, denn trotz des wahnsinnigen Verkehrs dort habe ich in der Zeit nur 2 Unf??lle gesehen.

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