8th January 2008

Immer schön dran denken - Google weiß alles

In der guten Teestube entdeckt

Bevor ich angefangen habe zu bloggen habe ich immer nur “überprüft” was man so zu meinem Realname findet.

Das änderte sich schlagartig als ich mitbekam, das ein Geschäftspartners sich einfach mal den Nick aus meiner Emailadresse vorgenommen hat und wie soll ich sagen, es war mir verdammt unangenehm was ich dort lesen musste.

 

Nein es waren nicht mal die Bilder von mir die ich dort auf einem dieser Voting Portale hatte- ich war jung und brauchte das fürs Ego ;) und ausserdem waren die Bilder hoch professionell gemacht und man hat so gut wie nix gesehen, was ich nicht auch am Strand zeigen würde- sondern gesundheitliche Probleme die ich in einem Anflug von verzweiflung in einem Focus Portal diskutiert hatte.

 

Meine Güte war ich damals naiv, ich hatte doch tatsächlich darauf vertraut das dieses Forum, in dem man es zumindest angeblich mit realen Ärzten zu tun hatte, nur nach eingabe eines Passwortes von einem kleinen Kreis gelesen werden konnte und nicht von jedem der mal eben so nach meinem Nickname googelt.

 

Schleunigst habe ich mich also an den Admin von Focus gewandt und innerhalb von 3 Std. war die Diskussion verschwunden..Mit dem Google Index dagegen war das so eine Sache, in einem unheimlich verqueren Verfahren musste man dort die Löschung beantragen und bekam keinerlei Feedback ob diesem Antrag nun stattgegeben wurde oder nicht.

Die nächten 3 Wochen habe ich als gewartet und gewartet und als ich die Hoffnung fast aufgegeben hatte waren die Einträge endlich verschwunden und ich konnte mit meinem blog online gehen :)

Was ich daraus gelernt habe? Versuche tunlichst nichts zu schreiben was Dir so unangenehm ist, dass Du es Deinen Eltern nicht erzählen würdest, denn es könnte sein, dass sie es schon morgen bei Google finden..

 

 

Ach und bevor meine männlichen Besucher anfangen nach den Bilder zu suchen - die sind damals auch gleich offline gegangen… ich fand es zwar irgendwie sehr schmeichelhaft als delicious bookmark geführt zu werden aber bei dem Gedanken das auch mein Chef sowas tun könnte fand ich das ganze dann wiederum nicht so wirklich erstrebenswert - Ego hin oder her ;)

mebookmarked.jpg

 

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10th December 2007

Und wie Du wieder aussiehst.. Ode an die Jugend

“und wie Du wieder aussiehst, Löcher in der Nase und ständig dieser Lärm…was solln die Nachbarn sagen”

Junge von den Ärzten - zur Zeit ein Lied das ich unwahrscheinlich gerne höre und für mich der Nachfolger von Rebell.

 

 

Oh ja ich freue mich schon sehr auf das Konzert am Mittwoch :)

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10th August 2007

Ich war jung und brauchte das Geld

Irgendwann mal ganz am Anfang habe ich erwähnt, dass ich einen unmoralischen Job aus der juristischen Grauzone ausübe. Heute ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich die Karten auf den Tisch lege und beichte um was es geht.

Es ist eine Dienstleistung, die trotz aller Emanzipation, immernoch Männer überwiegend von Männern genutzt wird.

Ich telefoniere den ganzen Tag, aber nur dann wenn ich mir sicher bin, das auf dem anderen Ende der Leitung niemand ausser meinem Gesprächspartner zuhört. Für mich wäre das nicht so tragisch, aber für ihn/sie äusserst unangenehm, insbesondere wenn es gefällt was man dort hört.

Angefangen habe ich dort vor 2,5 Jahren, frisch aus dem Speckgürtel nach Hamburg gezogen und verzweifelt auf der Suche nach einem Job. Als ich diese Anzeige bei jobber.de las hatte ich keine Ahnung worauf ich mich da bewerbe.

Von einem anspruchsvollen Studentenjob war dort die Rede, eine der Vorraussetzungen eine gute Telefonstimme.

Beim Bewerbungsgespräch saß ich 3 Frauen gegenüber, die bereits Meisterinnen auf dem Gebiet waren, mindestens 2 oder 3 Mal wurde ich während des Gesprächs gefragt ob ich moralische Probleme mit dieser Aufgabe hätte.

Ich verneinte, denn obwohl alles so neu und ungewohnt schein, klang es doch äusserst interessant und überhaupt - während meines vorherigen Praktikums in einer Werbeagentur hatte ich wochenlang Hardcore Porno DVD Cover in Photoshop bearbeitet - mich konnte so schnell nichts mehr erschüttern.

Der Probetag lief sehr gut, von 7 Telefonaten brachten mich 6 ans Ziel und ich wurde eingestellt.

Die nächsten 2 Jahre gab ich meine Identität an der Bürotür ab und war immer dann am erfolgreichsten wenn ich schamlos mit den Waffen einer Frau spielte. Bei manchen Männer reichten ein paar gezielte Sätze und sie erfüllten mir jeden Wunsch.

Einmal ist eine Pförtner für mich sogar in den 20.Stock eines Bürohauses gelaufen um mir das zu geben was ich wollte.

Oh ja, ich hatte viel Spaß in den zwei Jahren - im Endeffekt war ich so eine Art Undercover Agentin und konnte immer neue Rollen spielen - mal lieb und mädchenhaft, mal dominant und bestimmend oder einfach kokett und frech. Jeder Gesprächspartner bekam seine Spezialbehandlung und die Kunst an der Sache ist schon in den ersten Sekunden des Gespräches herauszufinden welche Rolle hier und jetzt am besten angebracht ist.

Meine Familie und mein Bekanntenkreis haben sich nach einem ersten Erstaunen und der Frage “findest Du es moralisch vertretbar sowas zu machen ?” damit arrangiert.

Aufgrund meiner guten Leistungen wurde ich im April befördert und darf seitdem unter meinem richtigen Namen arbeiten. Nicht nur dass, ich werde übernommen und habe gerade vorgestern meinen Vertrag unterschrieben.

Am bemerkenswertesten ist in meiner Zeit hier wohl das tolle Team in dem ich arbeite - ich hatte eine hervorragende Mentorin, die mich immer gefördert und in die richtige Richtung gelenkt hat.


Foto von Maren Beßler Quelle

Vielleicht sollte ich an dieser Stelle noch anmerken, dass es sich nicht um Telefonsex handelt.
Ich arbeite in einer Personalberatung und war die ersten 2 Jahre als Research Analyst bzw Identer unterwegs. Meine Aufgabe war es Personen zu identifizieren und das funktionierte am besten wenn man einen Mann dran hatte, der aufgrund der netten Frauenstimme am anderen Ende der Leitung gern bereit war zu helfen.
Ich habe wirklich einmal einen Pförtner in den 20. Stock geschickt, um für mich die Türschilder von den Büros abzulesen oder auch schon einen Praktikanten so lange bezirzt bis er mir die komplette Liste der Mitarbeiter seiner Abteilung per Mail geschickt hat. Manchmal sind Männer so einfach zu manipulieren ;)

Seit April arbeite ich jetzt als Research Associate, d.h. ich bin die Dame, die die potentiellen Kandidaten anruft und das Gespräch mit den Worten “können Sie frei sprechen?” beginnt.

Der Job bringt meistens Spaß aber ist auch immer mit einem grossen Streßfaktor verbunden. Im Endeffekt wird man für das Verhalten von anderen Menschen verantwortlich gemacht, wenn man keine Ergebnisse liefern kann. Das ist das Los der Unternehmensberatung und der Grund warum ich hier nicht alt werden will.

Unmoralisch finde ich das ganze übrigens nicht - einen Mitarbeiter, der in seiner Firma rundum zufrieden ist kann man nicht abwerben!

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18th July 2007

Gute Frage

Müssen mit MRSA kolonisierte Bewohner eines Altenheims antiseptisch saniert werden?

Frage und Antwort hier

Irgendwie komm ich über diese Frage-Stellung nicht hinweg..

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3rd July 2007

Juhuu ich bin indiziert

Nee, ich meine jetzt gerad nicht die Sache mit China

obwohl ich es ja schon ein bisschen abstrus fand, dass ich keine Woche nach meiner Online-Premiere schon mit Seiten wie youporn in einen Topf geworfen werde und als Gefahr für die Moral gelte. So wirklich glaub ich ja nicht an die Validität des Ganzen - wollte das nicht hier mal jemand prüfen?
Aber hat ja auch irgendwie seine Vorteile - wenn ich sowieso schon als unmoralisch gelte brauche ich mich in der Hinsicht ja nicht mehr zurückhalten - oder?  

Na ja wie dem auch sei, was ich eigentlich meine ist, dass man mich seit heute schnell und einfach bei Google finden kann und ich war erstaunt mich noch bei weiteren Keywords unter den Top 10 zu finden. Da wären

  • der traurige  ”Tokio Hotel Schuh”
  • die allseits beliebte “Porno Schildkröte”
  • und das unscheinbare Wort “simpsonize”, dass ich ja noch nichtmal selbst erfunden habe..

Die Kleine freut sich jedenfalls ;)

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20th June 2007

Na so langsam wird es

Die Idee schwirrte ja schon seit langem in meinem Kopf herum und seit ein paar Tagen nimmt das ganze Formen an.
Den ersten Abend habe ich damit verbracht mir einen Apache Server zu installieren, php und mysql darauf zum laufen zu bringen und letztendlich wordpress draufzuziehen - und ich war erstaunt. Selbst für Lamer wie mich war es wirklich einfach und das mit der 5 Minuten Installation kam wirklich hin.
Aber nun kommt der schwierige Teil - mein eigenes Theme und bis ich damit zufrieden bin dauert es wohl noch ein bisschen.
Ich bin gespannt was aus der ganzen Sache hier wird.

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