31st March 2016

Hualien - Spielplätze mit WiFi und der sauberste Nachtmarkt überhaupt 

Egal ob auf Tripadvisor oder im Reiseführer - die Antwort auf die Frage “Was kann man in Hualien unternehmen” lautet grundsätzlich: Die Stadt eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Ausflüge nach Taroko,  das Ami Cultural Village oder die Cingshuei Klippen, aber sonst gibt es hier nicht viel zu sehen…. Ganz so schlimm fanden wir es nun nicht, aber gerade im Vergleich zu Taipei wirkt Hualien eher wie ein verschlafenes aber liebevoll gepflegtes Dorf. Bei der Ankunft am Hauptbahnhof wird man im Tunnel zwischen den Gleisen mit Bildern und Informationen zu der Provinz Hualien begrüßt. Die Infotafeln tauchen die gesamte Unterführung in ein blaues Licht, der Zwerg war total begeistert.

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Deutlich trostloser wirkt die Stadt dann beim Ausblick auf den hinteren Vorplatz des Bahnhofes.

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Unser Lichtblick an dieser Stelle - wir wurden von Steven, dem besten Gastgeber den ich je erlebt habe, abgeholt. Mit einem freundlichem Lächeln packte er unser Gepäck in seinen Van und brachte uns zu seinem Shuiyue Guesthouse. Dieses liegt fußläufig in etwa 5 Minuten Entfernung vom rückseitigem Hauptbahnhof. Da man für das Durchqueren eine Bahnsteigkarte kaufen muss, hat man die Wahl zwischen 36 TWD zahlen oder außen rum laufen, was dann 10 Minuten länger dauert. Alles aber kein Problem, da uns Steven sowieso überall hin fuhr - egal ob morgens zum (Bus)Bahnhof oder abends zum Nachtmarkt. So viel Freundlichkeit habe ich wirklich selten erlebt. Dazu war das Gästehaus mit unglaublich viel Liebe zum Detail eingerichtet, penibel sauber und wir hatten sogar eine kleine Terrasse.

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Das Frühstück war ebenfalls hervorragend und Steven machte uns sogar kleine Lunchboxen für die Fahrt fertig. Alles in allem eine glatte 10 Punkte Bewertung und dicke Empfehlung für dieses Hotel.

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Was wir nun in Hualien gemacht haben? Judy von round Taiwan round hat uns am ersten Abend ein wenig die Stadt gezeigt und uns ein wunderbares HotPot Restaurant gezeigt. Die Küche nutzt ausschließlich Bio Zutaten aus der Region und für 300 TWD bekam man seinen persönlichen Suppentopf mit Gemüse, Meeresfrüchten, auf Wunsch Fleisch und einen selbstgemachten Eistee. Dazu so viel mit Pfirsichen aromatisiertes Wasser, wie man möchte. Ich habe mich für den Milch Hot Pot entschieden, eine Variante die ich aus China nicht kannte. Eine Besonderheit am Taiwanesischen Hotpot ist, dass man die Suppe auch wirklich essen kann. Ich war mehr als zufrieden. Einen ausführlichen Bericht über das Restaurant findet Ihr hier

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Nach diesem Start in den Abend spazierten wir zu dem saubersten und aufgeräumtesten Nachtmarkt, den ich je gesehen habe.

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Der DongDaMen Nachtmarkt wurde erst im letzten Quartal 2015 eröffnet, oder besser gesagt von dem alten Stadtort umgesiedelt. Judy erzählte uns, dass eines der Stadtoberhäupter mehrere Immobilen in der Gegend besaß und die Umsiedlung veranlasst hat um den Standort attraktiver zu machen. Auf dem Markt gibt es primär Essen, Spiele für Kinder und einige wenige Stände mit Kleidung und Accessoires. Es war schwer den Zwerg von den vielen Spielbuden wegzulotsen aber dafür gab es einmal über die Straße ein ganz besonderes Highlight für sie - ein Platz voller Kinderkarussells.

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Noch mehr Leben bekommt der Nachtmarkt durch unterschiedliche Straßenkünstler und kleine Shows von jungen Gesangstalenten. Ein schöner Ort um einen Abend zu verbringen, was wir am zweiten Abend ebenfalls taten.

Und sonst noch? Die Haupteinkaufsstraße ist direkt um die Ecke des Nachtmarktes, ebenso das Kulturzentrum, wo wir an diesem Abend ebenfalls mehrere Künstler auf der Bühne sahen. Den zweiten Abend waren wir ebenfalls auf dem DongDaMen Markt essen, es gibt hier einfach zu viele Leckereien für einen Abend und das obwohl es einer der kleineren Nachtmärkte auf unsere Reise werden sollte.

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