2007 aus der subjektiven Retroperspektive
Der letzte Tag im Jahr verleitet mich immer irgendwie dazu Bilanz zu ziehen - was ist mit mir in den letzen 12 Monaten passiert, was hat mich wie beinflusst und zur Veränderung bewegt, wie habe ich mich verändert und welche Auswirkungen hat das gehabt und natürlich auch was habe ich erlebt, welche Highlights gab es ?
Mein Resümee hier wird sich primär auf die Frage konzentrieren, die mir die blogpiloten auf dem Barcamp Berlin gestellt haben - wie hat bloggen Dein Leben verändert?
Mit Sicherheit hat es mich beeinflusst bzw um genau zu sein, die Kontakte die ich dadurch geschlossen habe, das Feedback, dass ich bekommen habe und das was ich erlebt habe.
Allgemein gesehen war 2007 für mich durchaus ein erfolgreiches Jahr und ich habe mich sehr verändert - viele sagen zum Vorteil, einige zum Nachteil aber so ist das nun mal, man kann es nie allen Recht machen.
Letztes Jahr um diese Zeit hatte ich gerade meine Diplomarbeit abgegeben, war müde und doch glücklich, die nächsten Monate habe ich mich nur noch auf meine letzte Klausur konzentirert, die ich dann im März geschrieben habe und ich hatte Angst - Angst davor, dass das Studium plötzlich vorbei ist, Angst die gewohnte Umgebung zu verlassen.
Das paradoxe war - diese Angst war völlig unbegründet, lange vorher hatte mein Arbeitgeber mir deutlich gesagt, dass man mich auf jeden Fall übernehmen wollte - trotzdem wusste ich zuerst nicht ob ich lachen oder weinen sollte als ich im Mai die Botschaft bekam, dass ich auch meine Klausur und damit das Diplom bestanden hatte.
Ich hatte mittlerweile mit meinem Motorradführerschein angefangen, etwas vor dem ich auch Angst hatte aber ich wollte nicht mehr nur hinten drauf sitzen, ich wollte nach vorne, selbst bestimmen wohin ich fahre und diese Ambitionen waren ziemlich bezeichnend für das was jetzt mit mir passierte.
Als meine eine Vorgesetzte krankheitsbedingt für mehrere Monate ausfiel wurde ich kurzerhand in ihre Position gesetzt und ziemlich zeitgleich kam ich, mehr durch Zufall, wieder mit dem Thema blog in Berührung, ein Thema um dass ich schon seit einem Jahr herumschlich aber da mir in meinem direkten Umfeld immer nur gesagt wurde wie sinnlos das doch wäre habe ich es gelassen.
Jetzt war irgendetwas anders - auch wenn es hart klingt, die Meinung anderer war mir plötzlich nicht mehr so wichtig, für mich zählte mein eigener Dickkopf und die Entscheidung mir selbst ein wordpress theme zu bauen war gut, sehr gut sogar.
Am 25.6. ging mein blog online und ich bin immer noch erstaunt wie schnell man in dieser Welt integriert wird - innerhalb von kurzer Zeit hatte ich das Gefühl mittendrin zu sein, es hat mich fasziniert wie leicht man mit Menschen interagieren kann - mal im guten, mal kritisch und auch mal im bösen.
Ich habe unheimlichen Spaß daran zu schreiben - auch wenn die Frequenz seit meinem Fulltime Job leider stark gesunken ist und freue mich immernoch riesig über jeden Kommentar.
Meine “Stammleser” bzw jene von denen ich weiß habe ich in den letzen Monaten wirklich lieb gewonnen, denn sie begleiten mich egal ob ich was gutes oder nur Blödsinn schreibe, ob ich himmelhoch jauchze oder zu Tode betrübt bin - sie sind immer irgendwie da und dafür möchte ich an dieser Stelle ein ganz herzlich Danke sagen!
Das schönste und wichtigste ist aber - ich kann hier so sein wie ich bin, muss mich nicht verstellen oder krampfhaft versuchen everybodies Darling zu sein.
Wie mir ein Freund im lezten Jahr sagte
- Du bist Du, mit all Deinen Stärken und Schwächen und Du bist gut so wie Du bist -
genau das spüre ich hier und auch wenn es vielleicht komisch klingt, ich denke das hat mich stark gemacht, darin bestärkt zu mir zu stehen und zwar völlig egal was die anderen sagen.
Und das schönste ist - genau dieses Feedback und diesen Effekt erlebe ich auch wenn ich offline auf die Menschen treffe, die ich durch das bloggen kennengelernt habe.
In diesem Jahr gab es einige Menschen die mich stark geprägt haben - sozusagen Mentoren, die mir den Weg in die richtige Richtung gezeigt haben - danke für Euren Besuch in meinem Lebenslauf!
Die Entwicklung des letzen Jahres ist für mich noch nicht abgeschlossen - noch laufe ich nicht ganz rund, muss noch hier und da einige Unsicherheiten und Lasten los werden aber ich seh das gelassen - wird schon werden davon bin ich überzeugt.
In diesem Sinne wünsche ich Euch einen guten Rutsch in das Jahr 2008, man sieht sich dort
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Kuchen gebacken - Marmorkuchen, Schokokuchen, Rosinenkuchen und die ganze Zeit wehte der Geruch davon im Haus umher - das war Weihnachtsduft für mich und ich habe es geliebt.
