31st December 2007

2007 aus der subjektiven Retroperspektive

Der letzte Tag im Jahr verleitet mich immer irgendwie dazu Bilanz zu ziehen - was ist mit mir in den letzen 12 Monaten passiert, was hat mich wie beinflusst und zur Veränderung bewegt, wie habe ich mich verändert und welche Auswirkungen hat das gehabt und natürlich auch was habe ich erlebt, welche Highlights gab es ?

Mein Resümee hier wird sich primär auf die Frage konzentrieren, die mir die blogpiloten auf dem Barcamp Berlin gestellt haben - wie hat bloggen Dein Leben verändert?

Mit Sicherheit hat es mich beeinflusst bzw um genau zu sein, die Kontakte die ich dadurch geschlossen habe, das Feedback, dass ich bekommen habe und das was ich erlebt habe.

 

Allgemein gesehen war 2007 für mich durchaus ein erfolgreiches Jahr und ich habe mich sehr verändert - viele sagen zum Vorteil, einige zum Nachteil aber so ist das nun mal, man kann es nie allen Recht machen.

 

Letztes Jahr um diese Zeit hatte ich gerade meine Diplomarbeit abgegeben, war müde und doch glücklich, die nächsten Monate habe ich mich nur noch auf meine letzte Klausur konzentirert, die ich dann im März geschrieben habe und ich hatte Angst - Angst davor, dass das Studium plötzlich vorbei ist, Angst die gewohnte Umgebung zu verlassen.

Das paradoxe war - diese Angst war völlig unbegründet, lange vorher hatte mein Arbeitgeber mir deutlich gesagt, dass man mich auf jeden Fall übernehmen wollte - trotzdem wusste ich zuerst nicht ob ich lachen oder weinen sollte als ich im Mai die Botschaft bekam, dass ich auch meine Klausur und damit das Diplom bestanden hatte.

Ich hatte mittlerweile mit meinem Motorradführerschein angefangen, etwas vor dem ich auch Angst hatte aber ich wollte nicht mehr nur hinten drauf sitzen, ich wollte nach vorne, selbst bestimmen wohin ich fahre und diese Ambitionen waren ziemlich bezeichnend für das was jetzt mit mir passierte.

Als meine eine Vorgesetzte krankheitsbedingt für mehrere Monate ausfiel wurde ich kurzerhand in ihre Position gesetzt und ziemlich zeitgleich kam ich, mehr durch Zufall, wieder mit dem Thema blog in Berührung, ein Thema um dass ich schon seit einem Jahr herumschlich aber da mir in meinem direkten Umfeld immer nur gesagt wurde wie sinnlos das doch wäre habe ich es gelassen.

Jetzt war irgendetwas anders - auch wenn es hart klingt, die Meinung anderer war mir plötzlich nicht mehr so wichtig, für mich zählte mein eigener Dickkopf und die Entscheidung mir selbst ein wordpress theme zu bauen war gut, sehr gut sogar.

 

Am 25.6. ging mein blog online und ich bin immer noch erstaunt wie schnell man in dieser Welt integriert wird - innerhalb von kurzer Zeit hatte ich das Gefühl mittendrin zu sein, es hat mich fasziniert wie leicht man mit Menschen interagieren kann - mal im guten, mal kritisch und auch mal im bösen.

Ich habe unheimlichen Spaß daran zu schreiben - auch wenn die Frequenz seit meinem Fulltime Job leider stark gesunken ist und freue mich immernoch riesig über jeden Kommentar.

Meine “Stammleser” bzw jene von denen ich weiß habe ich in den letzen Monaten wirklich lieb gewonnen, denn sie begleiten mich egal ob ich was gutes oder nur Blödsinn schreibe, ob ich himmelhoch jauchze oder zu Tode betrübt bin - sie sind immer irgendwie da und dafür möchte ich an dieser Stelle ein ganz herzlich Danke sagen!

Das schönste und wichtigste ist aber - ich kann hier so sein wie ich bin, muss mich nicht verstellen oder krampfhaft versuchen everybodies Darling zu sein.

Wie mir ein Freund im lezten Jahr sagte

- Du bist Du, mit all Deinen Stärken und Schwächen und Du bist gut so wie Du bist -

genau das spüre ich hier und auch wenn es vielleicht komisch klingt, ich denke das hat mich stark gemacht, darin bestärkt zu mir zu stehen und zwar völlig egal was die anderen sagen.

Und das schönste ist - genau dieses Feedback und diesen Effekt erlebe ich auch wenn ich offline auf die Menschen treffe, die ich durch das bloggen kennengelernt habe.

 

In diesem Jahr gab es einige Menschen die mich stark geprägt haben - sozusagen Mentoren, die mir den Weg in die richtige Richtung gezeigt haben - danke für Euren Besuch in meinem Lebenslauf!

Die Entwicklung des letzen Jahres ist für mich noch nicht abgeschlossen - noch laufe ich nicht ganz rund, muss noch hier und da einige Unsicherheiten und Lasten los werden aber ich seh das gelassen - wird schon werden davon bin ich überzeugt.

 

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen guten Rutsch in das Jahr 2008, man sieht sich dort ;)

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30th December 2007

Ein etwas anderes Stinktier

 

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28th December 2007

Lunch 2.0 @ Coremedia

Der HVV und ich haben eine schwierige Beziehung, denn immer genau dann wenn ich es eilig habe fahren U-Bahnen nicht , haben Verspätung oder gleich beides - so wie heute und so kam ich natürlich zu spät zu meinem ersten Lunch 2.0.

Ein bisschen ausser Atem kam ich also durch die Tür und wurde gleich herzlich von Sören begrüsst.

Schnell stellten sich Entspannung und Wohlgefühl ein, was nicht nur an der Reihe bekannter Gesichter sondern auch an dem wirklich schönen Chillout Raum im Büro von Coremedia lag. Warme Farben kombiniert mit Holz und einer spielerischen Atmosphäre - sowas gefällt mir.

 

Geschlossen ging es dann zur “ersten Liebe Bar” wo es leckeres Essen und viele gute Gespräche gab, die Zeit verging wie im Flug und ich fand das war ein gelungener Abschluss für meine persönliche 2.0 Bilanz dieses Jahr.

Vielen Dank an die Sponsoren Coremedia und Cellity , sowie Timo für die Organisation.

 

Bilder sagen mehr als 100 Worte, deshalb zum Abschluss ein paar Impressionen

Einmal klicken und Ihr kommt zum flickr Fotoalbum

 

 

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28th December 2007

MindPost delivered

Das MindNetzteil der MindPost wanderte von Cem zu mir - mir zu Sören und Sören zu Tina - für mich heisst das Mission completed ;)

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28th December 2007

Gänsehaut

bekomme ich beim Refrain dieses Liedes - immer wieder erstaunlich welch emotionale Wirkung Musik haben kann..

 

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28th December 2007

Welche exhibitionistische Tendenz steckt in einem blog

oder vielmehr - in der Person dahinter?

Kann man wirklich pauschal unterstellen das die vermeintliche Anonymität des world wide web die Menschen verändert, mutiger macht, sie Grenzen überschreiten lässt, die sie im “real life” niemals anrühren würden?

 

Diese Frage beschäftigt mich seit der Lektüre des kleinen Artikels “Netznarzissmus” beim Focus.

 

Seit ich online bin, blogge ich unter Pseudonym und obwohl mich mittlerweile eine Reihe von Menschen auch mit richtigem Namen kennen wird sich das auch in Zukunft nicht ändern.

Warum? Ganz einfach, mein Nickname kommt nicht von ungefähr, er begleitet mich mittlerweile fast mein halbes Leben- zunächst nur offline als ganz normaler Spitzname und seitdem ich mich im Netz bewege eben online - nur noch online um genau zu sein.

Man könnte fast behaupten dieser Name repräsentiert mein online-Ich, dass genauso ein Teil von mir ist wie mein Job-Ich , mein Beziehungs-Ich mein Tochter-Ich etc.., alles Variationen meiner Persönlichkeit, an die aktuelle Situation angepasst und keine mehr oder weniger echt.

Nein nein das hat nichts mit Schizophrenie zu tun, dieses Phänomen wird in der Psychologie als symbolischer Interaktionismus bezeichnet, dessen Kernaussage schlichtweg ist, dass ein Individuum sich seine Welt aus der Interaktion mit selbiger heraus konstruiert und sich selbst dabei so definiert, wie es von anderen wahrgenommen wird.

Ich bin der Meinung - sowas kennt jeder - und gerade an Familienfesten wie Weihnachten werden diese Schemen sehr deutlich, was wiederum ein Grund dafür ist, dass es gern mal Streitigkeiten gibt, weil das Bild was einem da von den Eltern vor die Nase gehalten wird nicht immer angenehm ist.

 

Der junge, erfolgreiche Mann wird wieder zu dem bockigen Teenager wenn er anfängt mit seinem Vater darüber zu diskutieren ob es nicht doch besser gewesen wäre wie Papa Medizin zu studieren.

Die erwachsene, selbstbewusste Frau, die ja immer noch nicht geheiratet und Kinder bekommen hat fühlt sich plötzlich wieder minderwertig weil die Eltern keinerlei Interesse für den Job zeigen und nur auf diesem Manko rumhacken..

Oder auch ein ganz klassisches Beispiel, der Ehemann der mit seinen besten Kumpels Bier trinken geht - würde er sich so vor seiner Frau verhalten? Eben, genau das ist es.

 

Ich weiß nicht wie Ihr es haltet, aber ich denke ich bin in meinen blog offener als bei der Arbeit aber verschlossener wenn ich es mit sehr engen Freunden vergleiche, es gibt Dinge über die würde ich niemals bloggen, weil ich mir immer bewusst darüber bin das es jeder lesen könnte und es gibt Dinge über die schreibe ich weil sie mich beschäftigen aber so im Gespräch würde ich sie wahrscheinlich nicht erwähnen, weil ich das Gefühl hätte mein Gegenüber damit zu “plätten”.

Hmm, es ist vielleicht vergleichbar mit einer Konversation mit einem guten Bekannten, der das Potential dazu hat zu einem Freund zu werden…

 

Für mich ist mein blog ein Medium zur Kommunikation und ich folge nur einer Prämisse, die Sören auf dem JonetTag so schön in Worte fasste - schreib keinen Scheiß -  wobei ich mir das Recht rausnehme zu entscheiden was ich darunter verstehe.

 

Alles was man hier liest ist authentisch und diejenigen die mich im letzen halben Jahr kennen gelernt haben können hoffentlich bestätigen das ich so bin wie ich schreibe - na ja bis auf den Anfang an dem ich meist als arrogant, schüchtern oder kühl eingestuft werde ;)

 

 

Na ja aber nun mal zurück zum Thema - Exhibitionismus

Mein uraltes “Meyers Taschenlexikon” von 1998 liefert mir folgende Definition

Exibitionismus [lat. exhibitio - das Vorzeigen] der, besonders bei Männern vorkommende, auf sexuellen Lustgewinn gerichtete Neigung zur Entblößung der Geschlechtsteile in Gegenwart anderer Personen…

Ähm, ich würde mal sagen, dass diese Motivation hinter den wenigsten blogs steht auch wenn der Begriff “Schwanzvergleich” mir in dem Kontext schon das eine oder andere Mal begegnet ist.

Besinnen wir uns also auf den Ursprung des Wortes - das lateinische “exhibitio” / Vorzeigen - und die allgemein gebräuchliche Erweiterung dieses Begriffes und definieren Exhibitionismus für unsere Zwecke als

übertriebene psychische, seelische, charakterliche oder körperliche Selbstdarstellung vor einem Publikum, die durch ein Bedürfnis nach Bestätigung (Anerkennung, Zustimmung,Beachtung) motiviert wird. [via]

Aus dieser Definition resultiert dann gleich wieder die nächste Frage - was ist übertrieben?

Darüber kann man wahrscheinlich stundenlang streiten - wer ist exhibitionistischer veranlagt - der Mensch mit dem Weblog oder der Mensch, der bei offenen Vorhängen halbnackt durch die Wohnung läuft?

Die Frage nach der Motivation kann nur jeder für sich selbst beantworten - würde ich auch schreiben wenn es niemanden interessiert?

Ich vermutlich schon weil ich gern schreibe aber die Tatsache das ich hier mit Menschen interagieren kann macht die Sache natürlich interessanter (und hat mich übrigens gerade vor 3 Tagen über die magische 6 Monats Grenze gebracht - ja so lange bin ich jetzt schon online und ich habe nicht vor das so schnell zu ändern ;) )

 

Ich würde mich nicht als Exhibitionistin bezeichnen, wenn ich hier Aktbilder einstellen würde wäre das was anderes aber so?

Eine gewisse exhibitionistische Tendenz will ich trotzdem nicht abstreiten und diese ganz frech auch anderen bloggern unterstellen, denn ohne eine gewisse Veranlagung zur “Rampensau” geht es wahrscheinlich gar nicht - oder?

 

 

 

 

 

 

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24th December 2007

Weihnachten

Ich wünsche meinen lieben Lesern dort draussen einfach nur ein wunderschönes Weihnachtsfest!

Merry Xmas

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21st December 2007

Ich hab Bill Kaulitz gesehen

Liebe Tokio Hotel Fans kann mir einer von Euch sagen was Bill Kaulitz heute im Hamburger im Nedderfeld Center gemacht hat?

Ja klar in einem Elektronikmarkt einkaufen aber ich war doch schon ziemlich überrascht als ich feststellte das dieser junge Mann da neben mir nicht aus versehen so rumläuft, sondern dieser Look ihn auf jeden seiner Bravo Cover ziert.

In der Abteilung mit den Konsolenspielen stand er eine ganze Weile neben mir und hätte er nicht so viel Kajal im Gesicht gehabt, die schwarz weiß gestreiften Haare und diese Frauenhandtasche, er wäre ein ganz normaler Jugendlicher.

Für den Moment war er es auch - keine kreischenden Fans, keine Scheinwerfer einfach nur ein junger Mann beim Spiele kaufen.

Ich bin weit davon entfernt Tokio Hotel Fan zu sein aber trotzdem hätte mich interessiert warum er so rumläuft - war das schon so als er noch nicht berühmt war? Gehört es nur zum Image oder ist er das wirklich?

Er stand auch an der Kasse mit seinen Freunden hinter mir, war still, wirkte nachdenklich, sprach leise… ich vermute einfach mal die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen…

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21st December 2007

making of - qype the movie

Gestern war es nun soweit, ein Werbesport für qype.de sollte gedreht werden.

 

Tatort war die LayBack Lounge in der Langen Reihe. Pünktlich um 11:30 kam ich an, die Fenster waren von aussen mit dickem schwarzen Stoff verhängt, vor der Tr hing ein bordeauxroter, schwerer Samtvorhang und im inneren schritt man ber einen roten Teppich und über Unmengen von Kabeln hinweg, überall Scheinwerfer, auf Schienen stand der Kamerawagen und man munkelte, dass allein die Kamera darauf 200 000 kostete nein das sah nun wirklich nicht nach einem schnellen Internet Spot aus sondern eher nach etwas großem und ich war dabei ;)
Zwar nur als Statistin aber was solls ich fand es sehr interessant zu sehen wie viel Aufwand für 30Sekunden Film betrieben wird und auch wenn wir einen Großteil der Zeit mit warten verbracht haben war mir währenddessen nie langweilig weil man sich gut unterhalten und den Prozess beobachten konnte.

Lustigerweise war die Hauptdarstellerin eine ehemalige Schulkollegin von mir und Mister Piggy aka Schildkröte von Ditsche war ebenso sympathisch wie markant.
Der Regisseur und seine Crew wirbelten über das Set, es wurde auf- um und abgebaut, mit dem Licht gezaubert, in Nahaufnahme und Raumperspektive gedreht und die Statisten mit Getränken, Brötchen und Pizza bei Laune gehalten.

 

Nach 7 Stunden war dann auch die letzte Szene im Kasten und ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis, welches für Ende Januar angekündigt ist.

Achso worum es überhaupt geht? Darum wie man die ungewöhnliche Buchstabenkombination q-y-p-e überhaupt ausspricht oder wie Schildkröte es so schön sagt

Halt die Klappe das heisst [kwaeip]

 

Sobald es Fotos oder erste Videoschnipsel gibt werde ich diesen Beitrag noch ein bisschen aufhübschen - versprochen!

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21st December 2007

Anti Stress Mixtape - Xmas Chilling mit den Blogrebellen

Gut ich gebe zu eigentlich war das Urban Netaudio Mixtape nicht als Weihnachtsstress-Relax-Methode gedacht aber als ich es gerade gehört habe, vorher noch den Kopf voller Gedanken daran was ich noch alles bis Weihnachten erledigen muss, wem ich noch was schenken muss, was ich heute an meinem letzen Arbeitstag noch alles schaffen muss… und jetzt nur 33 Minuten später bin ich irgendwie entspannt, ja regelrecht beschwingt - zumindest für den Moment ; )

 

Der pEtEr von den blog.rebellen zauberte aus

 insgesamt 32 Trip-Hop, Downbeat, Hip-Hop und Dub Tracks … das Urban Netaudio Mitxtape Vol.1 mit stolzen 86 Minuten.

Mein Fazit - Ideal gegen den hektischen Weihnachtsrummel, anmachen, zurücklehnen und relaxen! Danke Jungs genau das hab ich gerade gebraucht :)

[via sv]

 

Auch nicht schlecht wäre jetzt so ein schöner Garten dazu

Wenn jetzt nicht Winter wär…

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17th December 2007

Blogshow - MC Winkel, Nielzenburger,Roman Libbertz,Dr Sno* und Nadja Schlüter

Auf der Reeperbahn Nachts um halb eins… ok ich gebe zu erst war erst halb zehn als die “blogshow” in der China Lounge startete, aber nichts desto trotz lag eine amüsante Partie vor uns.

Schon bei der Ankündigung, dass beim nächsten China bash unter anderem MC Winkel auftritt, über dessen Geschichten ich mich ständig amüsiere, war ich gespannt - wird es gelingen das geschriebene Wort live genauso rüber zu bringen?

Wir konnten einen Platz in der 2.Reihe ganz rechts ergattern, so das der Blick auf den kleinen Opiumtisch, mit der roten Leselampe perfekt war.

 

Den Anfang machte Roman Libbertz, der nun das Pech hatte vor einer Menge von Menschen zu sitzen, die auf Comedy und Spaß eingestellt waren, bei der seine melancholisch-schweren Texte natürlich glatt durchfielen. Ehrlich wie der Hamburger nunmal ist gab es anschliessend auch nur einen sehr verhaltenen Applaus.

Mir haben die Texte sehr gut gefallen, sie handeln von seinem Leben in der Party Szene, von der Leere am nächsten Morgen, von den Gedanken und Gefühlen eines Mannes, der alles und doch gar nichts hat…

Sein Buch “Treibjagd” wollte er eigentlich mitbringen und verschenken - ich hätte mich darüber gefreut, denn ein bisschen erinnern mich die Gedanken an meine Geschichte, im anderen Kontext aber ich kenne das…

 

War der Hamburger eben noch recht verhalten, so löste der nächste Act Jubelstürme aus und ich muss zugeben, die Poetry Slammerin Nadja Schlüter war das Highlight des Abends.

So vis a vis recht unscheinbar entwickelte die 21. jährige auf der Bühne eine Wortgewalt die mitreißt, die Reime präzise wie ein Skalpell, vorgetragen in einem orgastischen Wortschwall und mit spitzer Intonation und Sarkasmus genau das was der Hamburger brauchte.

Eine kleine Impression - Wenn Sie wüssten was ich mir alles merken muss..

 

 

Die Latte für MC Winkel hing nun hoch, aber mit seinem selbstsicheren Charme hatte er die anwesenden Damen sowieso im Griff.

Da war er nun der Herr Winkelsen, der mich nicht nur mit dem “Schwank aus seiner Jugend” immer wider zum lachen bringt.. irgendwie war ich doch ein bisschen überrascht, denn er sah jünger aus als ich angenommen hätte und das obwohl nach eigener Aussage die Nacht davor ein wenig ausgedehnt hat.

Zum Besten gab er seine Beauty Queen 1993 und ich musste feststellen - es ist doch noch mal eine Nummer lustiger wenn man die Geschichte vorgetragen bekommt und erst das zugehörige Tanzvideo

 

Das Publikum amüsierte sich prächtig und das schöne war - nichts wirkte einstudiert oder gestellt sondern es war authentisch und gut.

Das kleine Zwischenintro „Lachanfall anlässlich der Genehmigung eines Jacuzzis“, das man sich übrigens hier anhören kann, brachte dann den gesamten Saal zum lachen und ich behaupte einfach mal das der eine oder andere der Vorbehalte hatte oder den blog nicht kennt positiv überrascht war - und der Rest gehörte eh zum Fanclub ;)

 

Dr.Sno* punktete im Anschluss mit seiner sympathisch- natürlichen Art und seinen legendären Frettchen. Nach einigen Problemen mit der Technik gab es eine live drawing Performance und er malte uns ein Frettchen mit Stinktier auf dem Kopf und stinkendem Schweinehund im Arm, sowie die Frau Märkel – ihres Zeichens Bundesfrettchen. Die Bilder wurden an die Personen verschenkt,die die Ideen hatten und ich hoffe mal das man irgendwann einmal die Gelegenheit hat eine Kopie davon online zu finden.

Last but not least kam dann noch der Herr Bokelberg aka. Nielzenburger und machte „Waffeln für den Weltfrieden“ während er von kotzenden OneNight Stands erzählte, uns ein Liedchen sang und auch so mit einer Reihe von Anekdoten und seinem leicht chaotischen Stil das Publikum im Griff hatte.

 

Alles in allem eine gute Show mit vielen unterschiedlichen Charakteren und Stilrichtungen, bunt gemischt und einfach anders.

Abschliessend gab es noch einen Life Auftritt von Büro am Strand und natürlich eine Partynacht in der China Lounge.
In diesem Sinne man sieht sich auf dem nächsten China bash

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16th December 2007

Es war eng - die Ärzte live in Hamburg

Ich habe mich riesig drauf gefreut und ich wurde nicht enttäuscht - das Konzert der Ärzte am 12.12. in der Color Line Arena war wie immer genial.

Allein die Fans, die eine Stimmung verbreiten das man völlig überwältigt ist und jeden Sch** mit machen - habt Ihr schon mal eine Sitz-Laola gesehen, die mehrfach durch die gesamte Arena schwappt? Einfach Wahnsinn.

Genauso irre sah die “wall of death” aus, bei der ein grosser Kreis gebildet wird in dem die Menschen dann auf ein Zeichen des Sängers aufeinander zu rennen.

Eigentlich läuft sowas wohl deutlich brutaler und deswegen wurde diese Versionen von einigen als “wall of kuscheln” verhöhnt…mal ganz ehrlich Jungs muss es denn immer Blut geben damit Ihr Spaß habt?

Eine winzig kleine Impression davon gibt es in diesem Video

 

 

 

Das Versprechen - es wird ein langer Abend und es wird anstrengend - für euch- wurde wie bei jedem Konzert der Ärzte voll und ganz eingehalten erst nach knapp 3 Stunden Spielzeit und 3 Zugaben wurden die Fans in die Nacht geschickt.

Da mich die Ärzte schon seit Ewigkeiten durch mein Leben begleiten, bin schon auf vielen Konzerten gewesen und auch wenn ich zugeben muss, dass es bessere gab so war dieses für mich irgendwie etwas besonderes.

Schon ganz am Anfang als “der Himmel ist blau” gespielt wurde, fing ich an zu lächeln, denn der Text passte einfach zu gut zu dem was aktuell um mich herum passiert . Bei Rebell war ich wieder zurück in einer meiner schwierigsten Zeiten, bei “zu spät” hüpfte ich fröhlich auf einer Party umher, um genau zu sein bei Valentin im Keller ;) und bei einem Lied war ich mir so klar darüber welche Schritte im nächsten Jahr vor mir liegen das es fast beängstigend war….

Wer behauptet die Ärzte machen nur sinnfreie Punkmusik, der sollte mal ganz genau auf die Texte hören - die sind tief, echt und mitten aus dem Leben.

 

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13th December 2007

Meine potentielle Barcamp Deutschland Tour 2008

Gerad vor kurzem wurde ich gefragt ob mich jetzt das Barcamp Fieber erwischt hätte und ich muss sagen – ja so ist es ;)

Mir gefällt einfach die offene Atmosphäre, die Tatsache das man auf jede Menge interessante Menschen trifft und in den Sessions eine Menge mitnehmen kann und so ganz nebenbei sieht man mal was von Deutschland.

Das nächste Jahr beginnt für mich in meiner Heimatstadt mit dem Wordcamp in Hamburg.

Als nächstes werde ich die Stadt Jena besuchen, in der vom 8. bis 10. Februar das barcamp Mitteldeutschland stattfindet.

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2 Wochen später (23. und 24.2.) verschlägt es mich dann nach Hannover

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Noch in der ersten Jahreshälfte sind sowohl das barcamp Stuttgard , das barcamp Ruhr als auch das barcamp Bodensee angesetzt.

Last but not least wäre da ja auch noch das typo3camp hier in Hamburg, das mich durchaus auch interessieren würde, da ich mich zur Zeit mit dem Thema CMS beschäftige.

TYPO3camp

Ich stelle mir allerdings die Frage ob ich unter so vielen Profis nicht völlig deplatziert bin.. na ja ist ja noch ein bisschen Zeit zum üben ;)

Sieht viel aus oder? Mal sehen wie viele der Städte ich besuchen werde, ich buche sowas einfach mal unter “Kultur” und freu mich drauf!

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12th December 2007

Meet the Trollsen Twins - Full house of horror

I dont`t get why there are still so many freax out there who think wearing fur ist cool and glamourus.

Now the “Trollsen Twin” moved on from wrapping their shrunken bodys in death animals to use fur in their new fashion line….

Some say that Hairy-Kate and Trashley are guilty of offending their fans with some major fashion boo-boos, but here at peta2, we think that’s the understatement of the year! The twins’ heartless decision to wear fur and include it in their new fashion line, The Row (more like “Death Row”), is worse than a fashion no-no—it’s cruelty to animals. The Trollsens have ignored our pleas to stop wearing fur—and have since added horribly ugly fur items to their new clothing line. It’s obvious that we need your help to convince them that wearing fur is wrong and hideous!

Check out the Trollsen Twins page - write them a message or dress them up with blood soaked-clothes and spread the word - thx

 

Dress Up The Trollsen Twins!

 

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11th December 2007

Wie das Weihnachtsgedicht verklang

Weihnachten

Markt und Straße steh’n verlassen,
still erleuchtet jedes Haus;
sinnend geh ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
tausend Kindlein steh’n und schauen,
sind so wunderstill beglückt.

 

Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus ins freie Feld.
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern,
wie so weit und still die Welt!

 

Sterne hoch die Kreise schlingen;
aus des Schnees Einsamkeit
steigt’s wie wunderbares Singen. -
O, du gnadenreiche Zeit!

 

Joseph von Eichendorf, 1788 - 1857

Manchmal habe ich das Gefühl, dass von dem unbeschwerten Weihnachtszauber, den man als Kind erlebt hat, nicht mehr viel übrig ist.

Früher war die Weihnachtszeit für mich eine der schönsten Phasen überhaupt im Jahr.

Es fing immer eine Woche vor der Adventsausstellung an- meine Oma kam zu Besuch und hat dann eine Woche lang Kuchen gebacken - Marmorkuchen, Schokokuchen, Rosinenkuchen und die ganze Zeit wehte der Geruch davon im Haus umher - das war Weihnachtsduft für mich und ich habe es geliebt.

Aber es war nicht nur der Duft - war alles so aufregen und faszinieren zugleich - die bunten Lichter überall, der Spaß beim Plätzchen backen und Weihnachtssterne basteln, jeden Tag eine Überraschung im Adventskalender,die Vorfreude darauf mit den Verwandten unterm Weihnachtsbaum zu sitzen, die wässerigen Augen meiner Oma wenn ich am Keyboard Weihnachtslieder spielte, die Spannung was der Weihnachtsmann wohl bringt und so vieles vieles mehr…

Das erste bisschen Weihnachtszauber ging verloren als ich mit 4 oder 5 den Weihnachtsmann enttarnte.

Er hatte mich auf dem Arm und fragte ob ich denn auch immer ein braves Mädchen gewesen sein, als ich ihm tief in die Augen sah und wohl der Meinung war diese zu kennen - jedenfalls zog ich einmal kräftig an dem Bart und darunter kam mein Onkel zum Vorschein, der sich schnell wegdrehte und mir psst zuraunte damit meine Brüder das nicht mitbekamen.

Ich wusste nun das meine Mutter für die Geschenke verantwortlich war und als das Weihnachten darauf mein Onkel im roten Umhang durch die Türe kam war das irgendwie was anderes. Natürlich habe ich mich trotzdem über die Geschenke gefreut aber es war nicht dasselbe und als ein Jahr später kein Weihnachtsmann mehr kam, weil meine Brüder zwischenzeitlich aufgeklärt wurden hat irgendwas gefehlt..

Leider war das nur der Anfang wenn ich so zurückblicke habe ich den Eindruck das mit jedem Jahr das ich älter werde Weihnachten ein Stück “nüchterner” wird.

 

Früher habe ich mit viel Liebe und Spaß fast alle Geschenke selbst gemacht - heute fehlt mir schlichtweg die Zeit dazu und ich renne wie alle anderen am Samstag durch die völlig überfüllten Läden und versuche Geschenke für Menschen zu kaufen die schon alles haben.

Früher kamen an Weihnachten alle Zusammen, heute legt man das Geschenk dort unter den Baum wo man meint das der jernige am ehesten vorbei kommt und hetzt selbst von Familie zu Familie damit ja keiner das Gefühl hat benachteiligt zu sein.

Mir wird teilweise schlecht wenn ich sehe was manche Kinder bekommen und mit welcher Acht- und Lieblosigkeit ein Geschenk nach dem anderen aufgerissen und in die Ecke geschmissen wird.

Weihnachten ist hektisch und stressig geworden, die sinnlose Konsumschlacht von der ich früher nur gehört habe.

 

Ich hoffe mal das sich das wieder ändern wird wenn ich selbst eine Familie habe - wie eine gute Freundin vor kurzem so schön sagte

Wenn man in leuchtende Kinderaugen sieht wenn diese von Weihnachten und dem Weihnachtsmann erzählen, dann kommt ein kleines Stück von diesem Gefühl zurück und genau diese Momente sollte man sich bewahren.

Bis dahin versuche ich einfach mir selbst ein Stück von diesem Zauber zurück zu holen.

Im Büro ein kleines Adventsgesteck, die Wohnung mit Lichterketten, Kerzen und Weihnachtsdekoration geschmückt und einfach ein bisschen mehr mit dem Herzen als mit dem Kopf dabei sein - und ein paar Geschenke mach ich doch wieder selbst - versprochen ;)

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